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ralu
Beginner

Anmeldungsdatum: 01.10.2008
Beiträge: 4
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Verfasst am: Mi 1. Okt 2008 - 16:38 Titel: DWL-G122 C1/FW3.10 unter Debian Lenny (zurzeit Testing) |
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Vorab: der USB-Stick kann mit den in der Distribution enthaltenen Treibern mit WPA-Supplicant (wep, wpa und wpa2) betrieben werden.
Hierzu muss man folgende Pakete installieren:
rt73-common (enthält die Firmware)
wpasupplicant (Software zur Verschlüsselung (wep, wpa und wpa2))
dhcp-client
also als root in der Konsole eingeben:
apt-get install rt73-common wpasupplicant dhcp-client
im Verzeichnis /lib/firmware muss sich danach die Datei rt73.bin befinden
Danach kann der USB-Stick eingesteckt und sollte erkannt werden. Die Eingabe von lsusb in der Konsole sollte u.a. folgenden Output bringen:
ID 07d1:3c03 D-Link System DWL-G122 802.11g Adapter [ralink rt73]
Anschließend noch überprüfen, ob die Module auch ordnungsgemäß geladen wurden:
lsmod
hier sollten die Module rt2x00lib, rt2x00usb und rt73usb aufgeführt werden:
rt73usb 24992 0
rt2x00usb 11296 1 rt73usb
rt2x00lib 20000 2 rt73usb,rt2x00usb
Falls dies nicht so ist, ggf. die Module per Hand nachladen:
modprobe rt73usb
Wenn das auch nichts hilft, ist vielleicht die USB-Installation des Systems im Eimer, das würde hier aber zu weit führen.
Nun kann das WLAN-Interface initialisert werden, zuvor besser ggf. andere Netzwerkschnittstellen und das Default-Gateway (hier: 192.168.0.1) deaktivieren, z.B.
ifconfig eth0 down
route del default gw 192.168.0.1
welche Devices da evtl. noch im System herumlungern, kann man sich mit ifconfig anschauen.
Anschließend:
ifconfig wlan0 up
das Ergebnis kann man sich dann wieder mit ifconfig anschauen:
lo Link encap:Local Loopback
inet addr:127.0.0.1 Mask:255.0.0.0
inet6 addr: ::1/128 Scope:Host
UP LOOPBACK RUNNING MTU:16436 Metric:1
RX packets:3291 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:3291 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
collisions:0 txqueuelen:0
RX bytes:1541492 (1.4 MiB) TX bytes:1541492 (1.4 MiB)
wlan0 Link encap:Ethernet HWaddr 00:21:91:1d:60:c3
UP BROADCAST MULTICAST MTU:1500 Metric:1
RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
collisions:0 txqueuelen:1000
RX bytes:0 (0.0 B) TX bytes:0 (0.0 B)
wmaster0 Link encap:UNSPEC HWaddr 00-21-91-1D-60-C3-6C-6F-00-00-00-00-00-00-00-00
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1500 Metric:1
RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
collisions:0 txqueuelen:1000
RX bytes:0 (0.0 B) TX bytes:0 (0.0 B)
Jetzt muss man nur noch das Interface (wlan0) konfigurieren und mit dem Access-Point/WLAN-Router verbinden.
Als Verschlüsselung habe ich dafür WPA2 sowie PSK gewählt, der Netzwerkname sei Olymp und das PW 123456789 (sollte so natürlich dann auch im Router eingetragen sein).
iwlist wlan0 scanning sollte den AP anzeigen:
wlan0 Scan completed :
Cell 01 - Address: 00:1E:58:BB:FE:99
ESSID:"Olymp"
Mode:Master
Channel:6
Frequency:2.437 GHz (Channel 6)
Quality=55/100 Signal level=-26 dBm
Encryption key:on
IE: WPA Version 1
Group Cipher : TKIP
Pairwise Ciphers (1) : TKIP
Authentication Suites (1) : PSK
IE: IEEE 802.11i/WPA2 Version 1
Group Cipher : TKIP
Pairwise Ciphers (1) : TKIP
Authentication Suites (1) : PSK
Bit Rates:1 Mb/s; 2 Mb/s; 5.5 Mb/s; 6 Mb/s; 9 Mb/s
11 Mb/s; 12 Mb/s; 18 Mb/s; 24 Mb/s; 36 Mb/s
48 Mb/s; 54 Mb/s
Extra:tsf=00000000e01c34e3
wpa_supplicant -g/var/run/wpa_supplicant-global -B
wpa_cli -g/var/run/wpa_supplicant-global interface_add wlan0 "" wext /var/run/wpa_supplicant
wpa_cli -iwlan0 add_network
wpa_cli -iwlan0 set_network 0 ssid '"Olymp"'
wpa_cli -iwlan0 set_network 0 key_mgmt WPA-PSK
wpa_cli -iwlan0 set_network 0 psk '"123456789"'
wpa_cli -iwlan0 set_network 0 pairwise TKIP
wpa_cli -iwlan0 set_network 0 group TKIP
wpa_cli -iwlan0 set_network 0 proto WPA2
wpa_cli -iwlan0 enable_network 0
dhclient wlan0
iwconfig sollte nun folgendes anzeigen:
lo no wireless extensions.
wmaster0 no wireless extensions.
wlan0 IEEE 802.11g ESSID:"Olymp"
Mode:Managed Frequency:2.437 GHz Access Point: 00:1E:58:BB:FE:99
Bit Rate=5.5 Mb/s Tx-Power=27 dBm
Retry min limit:7 RTS thr:off Fragment thr=2346 B
Encryption key:D47F-911E-965C-D951-0D6E-303D-5307-6838-7F27-095B-8D20-9E24-24ED-5294-D77F-C3C9 [2]
Link Quality=74/100 Signal level=-32 dBm
Rx invalid nwid:0 Rx invalid crypt:0 Rx invalid frag:0
Tx excessive retries:0 Invalid misc:0 Missed beacon:0
ggf. kann man mit route noch das Gateway überprüfen:
Kernel IP routing table
Destination Gateway Genmask Flags Metric Ref Use Iface
192.168.0.0 * 255.255.255.0 U 0 0 0 wlan0
default 192.168.0.1 0.0.0.0 UG 0 0 0 wlan0
Die sonst immer verbreitete Methode, wpa_supplicant mit einer Konfigurationsdatei in /etc/wpa_supplicant zu starten, hat bei mir nicht funktioniert. Der USB-Stick wollte sich einfach nicht mit dem AP verbinden, wobei wpa_supplicant keine FM ausgab.
Die von mir geschilderte Methode fand ich unter /usr/share/doc/wpasupplicant/README.gz
Zum Schluss noch 2 Skripte zum Starten (wlan_up) und Beenden(wlan_down) der WLAN-Verbindung:
[wlan_up]:
#!/bin/sh
killall -q wpa_supplicant
ifconfig wlan0 down
route del default gw 192.168.0.1
ifconfig eth0 down
ifconfig wlan0 up
wpa_supplicant -g/var/run/wpa_supplicant-global -B
wpa_cli -g/var/run/wpa_supplicant-global interface_add wlan0 "" wext /var/run/wpa_supplicant
wpa_cli -iwlan0 add_network
wpa_cli -iwlan0 set_network 0 ssid '"Olymp"'
wpa_cli -iwlan0 set_network 0 key_mgmt WPA-PSK
wpa_cli -iwlan0 set_network 0 psk '"123456789"'
wpa_cli -iwlan0 set_network 0 pairwise TKIP
wpa_cli -iwlan0 set_network 0 group TKIP
wpa_cli -iwlan0 set_network 0 proto WPA2
wpa_cli -iwlan0 enable_network 0
dhclient wlan0
[wlan_down]:
#!/bin/sh
wpa_cli -iwlan0 disconnect
wpa_cli -iwlan0 remove_network 0
wpa_cli -g/var/run/wpa_supplicant-global interface_remove wlan0
killall -q wpa_supplicant
route del default gw 192.168.0.1
ifconfig wlan0 down
Viel Spaß damit!
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ralu
Beginner

Anmeldungsdatum: 01.10.2008
Beiträge: 4
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Verfasst am: Sa 4. Okt 2008 - 13:06 Titel: Ergänzungen |
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Hier noch einige Anmerkungen/Ergänzungen zu meinem vorherigen Beitrag:
Um überhaupt WLAN-Funktionalität zu erhalten, muss natürlich zunächst mal das Paket wireless-tools installiert sein (da hatte ich doch glatt das Wichtigste vergessen ), also:
apt-get install wireless-tools
Man sollte außerdem (zurzeit noch) auf die Kernel- und somit auch Treiberversion achten.
Beim Kernel mit der Version 2.6.24 sind in Debian gegenwärtig noch die veralteten Module (2.0.10) für den DWL-G122 enthalten. Bei dieser Version beträgt der maximale Datendurchsatz ca. 200 KB/sek. und das System (AMD 3200+, Single CPU) ist bei der Übertragung v. Daten über den USB-Stick stark ausgelastet, das bedeutet Aussetzer beim Sound und stark verzögerte Mausbewegungen. Dies ist zurzeit übrigens auch bei Ubuntu 8.04 (ebenso Kernel 2.6.24) der Fall.
Besser sieht es beim Kernel 2.6.26 (Modul Version 2.1.4) aus, hier komme ich auf ca.1,2 MByte/sek (DSL mit 16 MBit/sek.) und das System reagiert einwandfrei.
Die Kernelversion kann man übrigens mit
uname -a
überprüfen und sollte also (zurzeit noch) idealerweise die Version 2.6.26-* ergeben.
Die Modulversion erhält man mit der Eingabe von
modinfo rt73usb
filename: /lib/modules/2.6.26-1-686/kernel/drivers/net/wireless/rt2x00/rt
73usb.ko
license: GPL
firmware: rt73.bin
description: Ralink RT73 USB Wireless LAN driver.
version: 2.1.4
author: http://rt2x00.serialmonkey.com
srcversion: BCDDA45564E2699A9068BB7
[...]
Hierbei wird übrigens auch der Ersteller der Module (rt2x00.serialmonkey.com) sowie dessen Hompage angegeben.
Von dort kann man sich zudem die Quellen f. die aktuellsten Module selbst herunterladen, um sie für einen älteren od. eigens angepassten Kernel zu kompilieren.
In meinem letzten Posting habe ich die Initialisierung des Netzwerkdevices für das LAN über DHCP per
dhclient wlan0
vorgenommen.
Das ist zwar der einfachste Weg, aber man kann das Device selbstverständlich auch zu Fuß initialisieren. In diesem Fall den betr. Befehl durch
ifconfig wlan0 192.168.0.76 netmask 255.255.255.0 broadcast 192.168.0.255 up
ersetzen.
Danach muss allerdings (da ja keine Vergabe per DHCP mehr stattfindet) noch die Standardroute gesetzt werden:
route add default gw 192.168.0.1
Die betr. LAN IP-Adressen müssen natürlich an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden!
Eine Überprüfung der Adressen f. die DNS-Server kann in diesem Falle auch nichts schaden. Diese findet man in der Konfigurationsdatei /etc/resolv.conf
Hier sollten zwei DNS-Server in folgender Notation eingetragen sein:
nameserver IP-Adresse.des.DNS-Servers.einsetzen
nameserver 123.456.789.1
Die jeweilgen Adressen könnt ihr dem Router im Konfigurations-/Statusmenü, nachdem er die Verbindung zum Provider aufgebaut hat, entnehmen.
Oft ist in /etc/resolv.conf auch nur die Adresse des Routers (meist 192.168.01) eingetragen, was aber nicht bei allen Routern funktioniert.
So viel für heute
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ralu
Beginner

Anmeldungsdatum: 01.10.2008
Beiträge: 4
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Verfasst am: Sa 18. Okt 2008 - 10:26 Titel: Änderungen bei Kernel 2.6.28 |
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Hallo,
wie ich gerade unter
http://www.heise.de/newsticker/Kern.....-Treiber--/meldung/117538
und
http://git.kernel.org/?p=linux/kern.....5bf0fa22d89ac75d99c747e53
gelesen habe, wird das Modul rt73usb im Linux-Kernel 2.6.28 die Verschlüsselungsfunktionen gleich selbst mitbringen, d.h. wpa_supplicant wird dann nicht mehr erforderlich sein und mit dem betreffenden Modul möglicherweise auch nicht mehr zusammenarbeiten. Die Verschlüsselungsfunktionen werden in diesen Fällen meist mit dem Befehl iwpriv initialisiert.
Ich werde nach offizieller Freigabe des neuen Kernels als stable die Zusammenarbeit mit dem DWL-G122 natürlich gleich testen und die Gemeinde hier auf dem Laufenden halten.
Also: stay tuned
Zuletzt bearbeitet von ralu am Sa 18. Okt 2008 - 10:33, insgesamt einmal bearbeitet |
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ralu
Beginner

Anmeldungsdatum: 01.10.2008
Beiträge: 4
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Verfasst am: Sa 15. Aug 2009 - 15:51 Titel: DWL-G122 unter Debian Testing Squeeze |
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so, wie versprochen, noch mal ein kleines Update, da ja mittlerweile nicht mehr Lenny, sondern Squeeze die Testing-Distribution ist und auch einige Kernelupdates stattgefunden haben:
aktueller Stand (15.08.09)
uname -r 2.6.30-1-amd64
Kurz gesagt ist aber - anders als zuvor vermutet - alles beim Alten geblieben, d.h. die zuvor genannten Skripte funktionieren immer noch.
Allerdings habe ich inzwischen herausbekommen, wie man den WLAN-Adapter auch mit der Standardmethode (wpa_supplicant mit Konfigurationsdatei wpa_supplicant.conf) zum Laufen bekommt.
Man muss einfach wpa_cli nach Start v. wpa_supplicant aufrufen. Ich vermute hier mal eine Fehlfunktion, sicher bin ich mir da aber nicht.
Hier mein Skript und die Konfigurationsdatei:
Skript
[wlan_up2:]
#!/bin/sh
killall -q wpa_supplicant
ifconfig wlan0 down
route del default gw 192.168.0.1
ifconfig eth0 down
ifconfig wlan0 up
wpa_supplicant -B -iwlan0 -Dwext -c/etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf
wpa_cli -B
ifconfig wlan0 192.168.0.76 netmask 255.255.255.0 broadcast 192.168.0.255 up
route add default gw 192.168.0.1
die Zeile wpa_cli -B startet wpa_cli als Daemon und hilft wpa_supplicant auf die Sprünge, die Verbindung zum AP doch noch herzustellen. Man kann das schön beobachten, wenn man wpa_supplicant zunächst ohne wpa_cli startet und erst danach mit wpa_cli -i wlan0 aufruft.
Konfigurationsdatei (Verschlüsselung WPA2!)
[/etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf:]
# WPA-PSK/TKIP
ctrl_interface=/var/run/wpa_supplicant
network={
ssid="Olymp"
key_mgmt=WPA-PSK
proto=RSN
pairwise=TKIP
group=TKIP
psk="Streng Geheimes PW!!!!!!"
}
Abgebaut wird die WLAN-Verbindung dann wie gehabt mit:
ifconfig wlan0 down
dies kann man natürlich auch wieder in ein Skript packen und als Icon auf den Desktop legen .
So, das soll's für heute gewesen sein.
Vielleicht liest man sich ja mal wieder 
Zuletzt bearbeitet von ralu am Sa 15. Aug 2009 - 16:04, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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